{"id":387,"date":"2015-10-15T11:47:04","date_gmt":"2015-10-15T10:47:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gegenwind-temnitz.de\/?p=387"},"modified":"2015-10-15T11:47:04","modified_gmt":"2015-10-15T10:47:04","slug":"volksbegehren-gegen-windraeder-auf-den-weg-gebracht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.gegenwind-temnitz.de\/?p=387","title":{"rendered":"Volksbegehren gegen Windr\u00e4der auf den Weg gebracht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/wirtschaft\/beitrag\/2015\/10\/windkraft-volksbegehren-im-landtag-brandenburg.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.rbb-online.de\/wirtschaft\/beitrag\/2015\/10\/windkraft-volksbegehren-im-landtag-brandenburg.html<\/a><\/p>\n<div class=\"shorttext\">\n<p>Sie sind ihnen zu gro\u00df, zu laut und stehen zu nah an den D\u00f6rfern: Windr\u00e4der ver\u00e4rgern zahlreiche B\u00fcrger in Brandenburg. Ein erster Vorsto\u00df der Windrad-Gegner scheiterte zwar im Landtag, nun aber startet ein Volksbegehren. Die Initiatoren m\u00fcssen mindestens 80.000 Unterschriften sammeln &#8211; und sind zuversichtlich.<br \/>\nDie Initiative &#8222;Rettet Brandenburg&#8220; hat ein Volksbegehren zur Einschr\u00e4nkung von Windkraftanlagen in Brandenburg in die Wege geleitet. Der entsprechende Antrag sei bei Landtagspr\u00e4sidentin Britta Stark eingegangen, teilte das Parlament mit.<br \/>\nF\u00fcr ein erfolgreiches Volksbegehren muss die Initiative, die einen gr\u00f6\u00dferen Mindestabstand der Windr\u00e4der zu Wohnsiedlungen fordert, mindestens 80.000 Stimmen sammeln. Sprecher Thomas Jacob zeigte sich hinsichtlich der Erfolgsaussichten optimistisch.<br \/>\nHintergrund: Windr\u00e4der l\u00e4rmen und verspargeln die Landschaft, kritisiert die Initiative &#8222;Rettet Brandenburg&#8220;. Sie fordert sch\u00e4rfere Auflagen beim Bau neuer Anlagen und sammelte tausende Unterschriften daf\u00fcr. Jetzt gab es von der Landesregierung und der Gr\u00fcnen-Fraktion einen D\u00e4mpfer.<br \/>\nDie Windkraftgegner hatten in einer ersten Stufe bereits etwa 30.000 Unterschriften von B\u00fcrgern gesammelt. Diese Volksinitiative war jedoch im September im Landtag gescheitert. Die rot-rote Koalitionsmehrheit und die Gr\u00fcnen lehnten die Forderungen nach einem gr\u00f6\u00dferen Mindestabstand der Anlagen zu Wohnsiedlungen ab. Auch das geplante Verbot von Windr\u00e4dern im Wald wurde nicht unterst\u00fctzt.<br \/>\nMit dem nun beantragten Volksbegehren kann das Thema erneut auf die Tagesordnung im Brandenburger Landtag kommen. Teilnehmen k\u00f6nnen 2,1 Millionen Wahlberechtigte ab 16\u00a0Jahren, indem sie sich in B\u00fcrger\u00e4mter in den amtlichen Listen eintragen. Lehnt der Landtag erneut ab, kommt es zu einem Volksentscheid.<br \/>\nDie Gegner von Windparks f\u00fchlen sich zumeist durch die Optik der Windenergieanlagen gest\u00f6rt (&#8222;Verspargelung der Landschaft&#8220;, blinkende Warnlichter) oder durch die Akustik und durch Schwingungen (Infraschall). Andere sehen den Naturschutz bei der Vogel- oder Fledermausbrut oder beim Waldbestand in Gefahr. Grundst\u00fccksbesitzer bef\u00fcrchten einen Wertverlust ihres Eigentums, wenn Windparks in der N\u00e4he errichtet werden. Andere wiederum wollen von den Einnahmen aus dem &#8222;Windstrom&#8220; profitieren und klagen, wenn sie nicht zum Zuge kommen.<br \/>\nDie Initiative besteht nach eigenen Angaben seit 2008, derzeit sind 79 B\u00fcrgerinitiativen darin organisiert.<br \/>\nBrandenburg z\u00e4hlt bei der Windenergie zu den f\u00fchrenden Bundesl\u00e4ndern. So wuchs die Zahl der Windr\u00e4der im vergangenen Jahr um 196 auf 3.319 &#8211; nur das K\u00fcstenland Schleswig-Holstein hat mehr, wie aus Zahlen des Bundesverbandes Windenergie und des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau hervorgeht.<br \/>\nDerzeit gilt f\u00fcr die R\u00e4der ein Mindestabstand von 1.000 Metern zu Siedlungen. Diesen Abstand auf die sogenannte &#8222;10-H-Regelung&#8220; anzuheben, also die zehnfache H\u00f6he des Windrades, ist eines der Ziele von &#8222;Rettet Brandenburg&#8220;. Mit einer durchschnittlichen Nabenh\u00f6he von 123 Metern sind Windr\u00e4der in Brandenburg sieben Meter h\u00f6her als im Bundesschnitt.<br \/>\nDie Leistung aller Windr\u00e4der in Brandenburg wuchs im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 5.457 Megawatt und damit st\u00e4rker als die Zahl der Windr\u00e4der &#8211; womit sich der Trend zu gr\u00f6\u00dferen Anlagen best\u00e4tigt. Ihre Gesamtleistung entspricht rechnerisch der von vier Atomkraftwerken. Das Bundesland mit den wenigsten Windr\u00e4dern ist Berlin mit zwei Anlagen.<\/p>\n<p>In Brandenburg laufen bereits Volksbegehren gegen Massentierhaltung und gegen eine dritte Startbahn am Hauptstadtflughafen BER. Wenn mindestens 80.000 Unterschriften zusammenkommen und das Parlament die Forderungen erneut ablehnt, kommt es zu einem Volksentscheid.\u00a0 (<time class=\"archivedisclaimer\" datetime=\"2015-10-14T09:00\">Stand vom 14.10.2015)<\/time><\/p>\n<\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>http:\/\/www.rbb-online.de\/wirtschaft\/beitrag\/2015\/10\/windkraft-volksbegehren-im-landtag-brandenburg.html Sie sind ihnen zu gro\u00df, zu laut und stehen zu nah an den D\u00f6rfern: Windr\u00e4der ver\u00e4rgern zahlreiche B\u00fcrger in Brandenburg. Ein erster Vorsto\u00df der Windrad-Gegner scheiterte zwar im Landtag, nun aber startet ein Volksbegehren. Die Initiatoren m\u00fcssen mindestens 80.000 Unterschriften sammeln &#8211; und sind zuversichtlich. 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